Zugegeben, die Frage ist ein wenig provokativ.
Rein quantitativ wird jedoch die Gruppe der über 50-jährigen in den nächsten 30 bis 50
Jahren die Gesellschaft dominieren. Das statistische Bundesamt rechnet für das
Jahr 2050 damit, dass die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein
Drittel 60 Jahre oder älter sein wird. Und auch in psychologischer Hinsicht ändern
sich die Ansprüche von "Seniors" und "Future Seniors" an Produkte und
Dienstleistungen - denn die Älteren fühlen sich heute so jung wie nie zuvor!

Argumente für Senioren um ans Netz zu gehen gibt es genügend:
- Multimedia macht Freude
- interaktive Teilhabe statt passivem Konsum
- Beherrschung von Multimedien verbessert das Selbstwertgefühl und erhöht das Ansehen
- vorhandene Erfahrungen können in zeitgemäßer medialer Form besser vermittelt werden
- lebenslanges Lernen hält geistig fit und gibt Lebensqualität
- mit Enkelkindern / Jugend mitreden können
- Fenster zur Welt bei eingeschränkter Beweglichkeit
- moderne Technik für gemeinnützige Tätigkeit nutzen
So empfanden wir es keineswegs verkehrt, auch der Gruppe der Senioren in unserer Pfarrei
einen eigen(ständig)en Bereich innerhalb unserer Internetpräsenz zu widmen.
Gero von Randow formulierte hierzu in DIE ZEIT (13/1993) treffend:
„Entwickle für die Jungen, und du schließt die Alten aus.
Entwickle für die Alten, und du schließt die Jungen ein.”